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Nina Fischer / Maroan el Sani
Spirits Closing Their Eyes
Galerie EIGEN + ART Leipzig
11. Januar - 20. Februar 2014

Vom 11. Januar bis 20. Februar zeigt die Galerie EIGEN + ART Leipzig die Einzelausstellung von Nina Fischer und Maroan el Sani. Die Ausstellung mit dem Titel Spirits Closing Their Eyes zeigt den gleichnamigen Film der das Leben in Japan nach dem 11. März 2011, dem verheerenden Seebeben in der Region Tōhoku darstellt.

Nina Fischer und Maroan el Sani über Spirits Closing Their Eyes:

„ … Hierbei geht es uns nicht um die sichtbaren Schäden des Erdbebens und des Tsunamis, auch nicht um die Wiederaufbau- und Cheer Up-Aktivitäten, sondern um die unscheinbaren und unsichtbaren Veränderungen. Der Fokus liegt speziell auf dem derzeitigen physischen und psychischen Ausnahmezustand, der von aktueller Bedrohung bis zum subtilen Wandel der Alltagsgewohnheiten changiert. Wir haben zahlreiche längere Gespräche mit Menschen aus unterschiedlichen Regionen Japans geführt: mit Flüchtlingen, die aufgrund der Reaktorkatastrophe ihre Heimat verlassen haben und derzeit in temporären Notunterkünften leben; mit Familien in Tokio, die sich mittlerweile an den täglichen Umgang mit einem Geigerzähler gewöhnt haben; mit Schülern, die ein Referendum gegen Atomkraft organisieren; mit Forschern, die billige, für alle erschwingliche Strahlenmessgeräte aus recycelten Plastikflaschen entwickeln; mit Künstlern, die aus Verzweiflung über die allgemeine Unbekümmertheit ein Festival im verstrahlten Fukushima veranstalten, etc.. Welche Auswirkungen hat die Katastrophe auf jeden Einzelnen und auf die Gesellschaft? Gibt es eine akute Strahlengefahr an dem Ort, an dem man sich gerade aufhält? Sind die täglichen Lebensmittel belastet? Oder ist dies alles nur Ausdruck einer diffusen Verunsicherung? Welche Schlüsse werden gezogen? Wie sehen die Menschen in Japan ihre Zukunft?

Die Videoinstallation Spirits Closing Their Eyes, die die Augen zumachen setzt sich aus drei unterschiedlichen Bildkategorien zusammen. Neben den Interviews sind lange fotografische Einstellungen von Orten zu sehen, die Situationen und Stimmungen eines Landes abbilden, dessen größte Veränderungen unsichtbar bleiben und die nur durch die Erzählungen der Protagonisten für kurze Zeit Gestalt annehmen. Desweiteren beinhaltet die Arbeit eine Reihe kurzer Film-Porträts: Alle Interviewten blicken für eine Minute in die Kamera und denken an die Zukunft, die für die meisten ungewiss ist.“

(Nina Fischer & Maroan el Sani)

 

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