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Group exhibition

Katie Armstrong
Reena Saini Kallat
Melora Kuhn
Moon Kyungwon
Huang Ran
Vandy Rattana
Bosco Sodi

EIGEN + ART Lab
05.06.2012 - 25.08.2012


Die zweite Ausstellung im EIGEN + ART Lab parallel zur documenta in Kassel ist eine Gruppenausstellung mit Katie Armstrong (USA), Huang Ran (China), Reena Kallat (Indien), Melora Kuhn (USA), Moon Kyungwon (Korea), Vandy Rattana (Kambodscha), Bosco Sodi (Mexiko) Die Ausstellung läuft vom 05. Juni bis 25. August 2012.

 

KatieArmstrong

Katie Armstrong (1988 in New York geboren) montiert Zeichnungen zu animierten Filmen, die sich sowohl als Experiment des Geschichtenerzählens als auch als Studie einer Zeit- und Bildsprache der Popkultur im digitalen Zeitalter verstehen. In der Ausstellung werden ihre neueste Videoarbeit „siren song“ von 2012 und die dazugehörigen Collagen gezeigt.

 

ReenaKallat

Reena Kallat, 1973 in Delhi, Indien geboren, ist mit der Arbeit „Untitled Cobweb (knots and crossings)“ von 2012 vertreten. Die Installation erscheint wie ein überdimensioniertes Spinnennetz, zusammengesetzt aus Stempeln. Die Stempel verweisen durch ihre Farbigkeit, die denen von Nationalfahnen ähneln, auf eine bestimmte Nation. Stempel besiegeln Identitäten in bürokratischen Organisationen, sie sind die Bestätigung, wenn Visa gegeben oder abgelehnt werden. In einer Welt, in der die Nationalität, die Kultur, die Religion und die Politik darüber entscheiden, ob einer Aus- oder Einreise zugestimmt wird, hängt letztendlich alles vom „richtigen“ Stempel ab.

 

MeloraKuhn

Melora Kuhn wurde 1971 in Boston, USA geboren. Aus ihrem vielfältigen Werk zeigen wir Malerei und Papierarbeiten mit persönlichen und historischen Referenzen, die eine erzählerische Reflexion persönlicher Erfahrungen entstehen lassen. Melora Kuhns Interesse liegt in dem, was in der Geschichtsschreibung zurückgelassen oder vergessen wurde, in dem Verfall solider Formen oder bekannter Narration, in dem sie Dinge, die vorgeben, etwas zu sein, als etwas ganz anderes erscheinen lässt.

 

MoonKyungwon

Moon Kyungwon, 1969 in Seoul, Korea geboren, arbeitet mit multimedialen Video-Installationen, von denen „Passage: Sungnyemun III“. in der Ausstellung zu sehen ist. Sungnyemun, eines der historischen Bauwerke in Seoul, symbolisiert den Lauf vergangener Zeit und agiert gleichzeitig als stummer Zeuge, der die Präsenz trivialen urbanen Lebens und die Fragmente und Hinterlassenschaften der Zeit um es herum anerkennt. Diese Installation veranschaulicht die historische Seite in annähernd abstrakter Form, vergrößert jedoch bewusst seine geschichtliche und soziale Bedeutung. Durch den Verlust seiner physischen Präsenz in der Geschichte, verursacht durch Brandstiftung im Jahr 2008, bietet Moons Werk dem Künstler wie auch dem Betrachter die Möglichkeit kollektiver Erinnerung. Zudem zeigen wir den Film „Superposition“, der die Geschichte eines ganz besonderen Ortes in Seoul, dem KIMUSA, untersucht. In der Vergangenheit als Tempel und königliche Bibliothek genutzt, wurde er über die Jahre schließlich zu einem militärischen und damit für die Öffentlichkeit unzugänglichen Bereich, der mittlerweile jedoch wieder als kulturelle Begegnungsstätte betreten werden kann. Moon Kyungwon ist zudem in der diesjährigen documenta vertreten.

 

HuangRan

Huang Ran wurde 1982 in Xichang, Sichuan, China geboren und lebt und arbeitet in London und Beijing als Videokünstler. Wir zeigen seine beiden Videoarbeiten „The next round is true life“ und „Blithe Tragedy“ In „The next round is true life“ kauen drei Männer in unendlicher Wiederholung ein und dasselbe Stück Kaugummi. Übertragen auf den seltsamen Kreislauf unserer gegenwärtigen Kultur, in dem die Sättigung des Konsumbedürfnisses zusätzliche Verführung schafft deckt das Video die Melancholie und ernüchternde Banalität der Alltagskultur und –politik auf. „Blithe Tragedy“, eine „heitere Tragödie“ zerlegt die Realität und überträgt sie in ein Spiel, eine pathetische Pantomime, die das Gegenspiel von Opfer und Henker auslotet und zugleich althergebrachte Muster von Männlichkeit zitiert.

 

 VandyRattana

Vandy Rattana wurde 1980 in Phnom Penh, Kambodscha geboren. Für die Serie „Bomb Ponds“ hat Vandy neun Provinzen in Kambodscha aufgesucht, die von den Amerikanischen Bomben während des Vietnam Krieges am schlimmsten zerstört wurden. Auf seinem Weg traf er auf Dorfbewohner, die ihn zu mächtigen Kratern, den unübersehbaren Spuren der Bombeneinschläge führten, in der Khmer Sprache „Bombenteiche“ genannt. In den Fotografien und dem Video, das daraus entstanden ist, lässt Vandy Rattana die Dorfbewohner ihre Erinnerungen an die Bombardements und ihre heutige Beziehung zu den Teichen reflektieren.
Auch in seinen anderen Arbeiten widmet sich Vandy Rattana verborgenen Hinweisen auf die aktuelle Geschichtsschreibung und die jüngste Vergangenheit Kambodschas.

 

BoscoSodi

Bosco Sodi, 1970 in Mexiko City, Mexiko geboren, verbindet Malerei und Skulptur durch einen außergewöhnlichen Einsatz von Material, die in Zusammenmischung von Pigmenten, Sägespänen, Holz- und Naturfasern sowie Leim entstehen. Die äußeren Faktoren – lokal vorhandene Pigmente, Menge und Farbigkeit der zugegebenen Materialien und die jeweiligen lokalen Gegebenheiten wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur entscheiden über deren spätere Erscheinung der Werke. Während des Trocknungsprozesses erstarrt die Oberfläche und erscheint wie gefrorene Lava auf einer zerklüfteten Erdoberfläche. Die energetische Schönheit seiner Werke liegt im prozeßhaften und unvorhersehbaren Zusammenwirken von Bestimmung und Zufall, Faktizität und Intuition und der inhärenten Macht der Farbe.


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