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Sommer bei EIGEN + ART
Gruppenausstellung
04. Juli 2008 - 23. August 2008

 

Künstler der Galerie EIGEN + ART:Akos Birkas, Birgit Brenner, Martin Eder, Tim Eitel, Nina Fischer / Maroan el Sani, Stella Hamberg, Christine Hill, Jörg Herold, Uwe Kowski, Rémy Markowitsch, Maix Mayer, Carsten Nicolai, Olaf Nicolai, Neo Rauch, Ricarda Roggan, Yehudit Sasportas, David Schnell, Annelies Strba, Matthias Weischer

Die mittlerweile traditionelle Gruppenausstellung an der sich alle Künstler der Galerie EIGEN + ART beteiligen, findet dieses Jahr wieder unter dem Titel „Sommer bei EIGEN + ART" statt. Die jährlichen Gruppenausstellungen folgen entweder einer expliziten, thematischen Zielsetzung und ihrer individuellen Umsetzung oder sind wie in diesem und bereits in einigen Jahren zuvor als Gemeinschaftsprojekt angelegt, das die umfangreiche Bandbreite der verschiedenen künstlerischen Positionen aufzeigen soll. Birgit Brenner, die seit 2007 an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart lehrt, hat für den ersten Raum  die Installation „ich bin nicht zärtlich" geschaffen. Die grossformatigen Installationen der Künstlerin entstehen aus collagenartig miteinander verbundenen Textepisoden, Bildern und Fotografien, die über die vertrauten Kommunikationswege von Bühnenbild oder Filmkulisse alltägliche Gesellschaftsdokumentationen vermitteln. Einen ganz anderen Ansatz politischer, gesellschaftlicher und auch filmhistorischer Themen ist in den Bildern des in Ungarn geborenen Akos Birkas und seiner Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen oder individuellen, kommunikativen Situationen zu finden. Den Blick auf zukünftige Gesellschaften wendet die an die Menschen aus dem Jahr 2099 gerichtete Installation von Carsten Nicolai. ‚Message 2099' ist als akustische ‚Flaschenpost' zu verstehen, die Tonaufnahmen von über zwei Jahren für die Zukunft konserviert. 

Rémy Markowtisch problematisiert in seinem Film die Gegenüberstellung von Industrieprodukt und Handwerk auf höchstem Niveau, wobei sich der Titel „Miu Miu! Strip! Strip!" auf Russ Meyers 1996 entstandene Kult-Low Budget Produktion „Faster, Pussycat! Kill! Kill" bezieht. Das künstlerische Unikat hingegen wird von Olaf Nicolai in seiner installativ angelegten Arbeit von Offsetdrucken hinterfragt. Die skulpturale Wandinstallation von Jörg Herold verweist auf das Vorgehen des selbst ernannten Dokumentararchäologen, dessen Aktionen, Filme, Installationen und Zeichnungen als Ergebnis von Reisen zu realen und imaginären Orten der Erinnerung entstehen. 

Erstmalig seit der Präsentation von Papierarbeiten in der Albertina in Wien im Jahr 2004 zeigt Neo Rauch Zeichnungen im Rahmen einer Ausstellung. Die Zeichnungen übersetzen die Fülle und Identität des malerischen Werkes von Neo Rauch in das zeichnerische Din A 4 Format. Tim Eitel knüpft in seiner Leinwand, die eigens für die Gruppenausstellung entstand, an die Serie von Kleinformaten an, die zurzeit in Rovereto gezeigt werden. Die Arbeit „Hand" verdeutlicht, dass Tim Eitel, der zurzeit in einer Einzelausstellung der Kunsthalle Brandts präsentiert wird, formatunabhängig kraftvolle Bildfindungen umsetzt. Nachdem in der Kunsthalle Mannheim Martin Eders Fotoserie „Die Armen" zu sehen war, zeigt er anlässlich der Gruppenausstellung Malerei. Den Leinwänden des Künstlers ist Anfang 2009 eine Einzelausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister gewidmet, zu der ein Werkkatalog erscheint. 

Neben den Medien der Installation und Malerei ist auch die Fotografie in der Gruppenausstellung vertreten. Ricarda Roggan präsentiert Arbeiten aus der Serie ‚Garage', die parallel in den Kunstwerken Berlin in einer Einzelausstellung der in Leipzig lebenden Künstlerin gezeigt wird. Die auf einem Arbeitsaufenthalt in Indien im Jahr 2007 entstandenen Fotografien von Maix Mayer zeigen Bauten des Architekten Le Corbusier in Chandigarh, die dieser 1951 für die Planung der neuen Hauptstadt von Punjab entworfen hat. Die im Zuge der Vorbereitungen eines Filmes entwickelte Serie folgt dem Konzept vorangegangener Arbeiten und damit der Konfrontation von Architekturgeschichte und ihrer Übertragung in die Jetzt-Zeit. Von der Schweizer Künstlerin Annelies Strba sind Fotografien der Serie Nyima zu sehen. 

Eine Serie von Zeichnungen zeigt Christine Hill, die als Inhaberin der Volksboutique an der Documenta X sowie an der 52. Venedig Biennale teilnahm. Die gezeichneten Landschaften von Yehudit Sasportas, die den Pavillon von Israel zur 52. Venedig Biennale bespielte, changieren zwischen Natürlichkeit und konstruierter Künstlichkeit. Sie sind momentan im Kunstverein Braunschweig in der Einzelausstellung „The Laboratory" zu sehen. Während eines Stipendiums der Villa Massimo entstand Matthias Weischers Zyklus von Zeichnungen, der von dem Sujet der Landschaftsdarstellung dominiert wird. Arbeiten des Künstlers sind ab September im CAC Malaga und anschließend in der Kunsthalle Mainz zu sehen. So basiert die gesamte Gruppenausstellung auf dem Grundsatz, ein umfangreiches und unmittelbar aktuelles Bild der einzelnen Künstlerpositionen zu vermitteln.
 
Die kommenden Ausstellungen der Galerie EIGEN + ART in Berlin sind: Uwe Kowski, dessen Arbeiten zurzeit in der Kunsthalle Emden zu sehen sind und von November bis Dezember David Schnell. In Leipzig folgt der aktuellen Einzelausstellung von Stella Hamberg ab September die Präsentation des neuen Filmes „Spelling Dystopia" von Nina Fischer und Maroan el Sani.     
 

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