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Pink,
Öl, Acryl auf Leinwand,
290 x 460 cm (2-teilig) , 2007

 

David Schnell
Mikado
Galerie EIGEN + ART Leipzig
28.04.2007 - 01.09.2007 

 

David Schnell malt zentralperspektivische Landschaften. Der Aufbau des Bildraumes bestimmt nicht nur die Komposition der Bildfläche, sondern auch die Art und Weise der Betrachtung des Bildes. Die Zentralperspektive gibt dem Betrachter mit Hilfe des Fluchtpunktes (auch Blick- oder Augenpunkt genannt) eine Blickrichtung vor, die für die Interpretation des Bildes bestimmend ist.

David Schnell hat sich lange und intensiv mit der Entstehung der Zentralperspektive und der Entdeckung der Landschaft in der Renaissance, mit Petrarca und seiner Besteigung des Mont Ventoux beschäftigt. Zugleich sind ihm Computeranimation, Videospiele und Cyberräume nicht fremd. Seine Arbeit könnte eine ebenso fundierte wie zeitgenössische Antwort auf die Frage nach der Darstellung des Räumlichen auf der Fläche liefern.An eine fest gefügte Ordnung aus Raum und Zeit ist bei diesen Bildern nicht mehr zu denken: Schnell schiebt die Richtungen mehrerer Fluchtpunkte ineinander und durchsetzt die Szenerie über die ganze Bildfläche hin mit aufgelösten Architekturen, Wolken, Farben, Blättern, Licht und - wenn man das denn malen könnte - dem Duft eines stürmischen Frühlingstages. 

Es entsteht der Eindruck, das Bild bewege sich während der Betrachtung um mich herum oder ich mich in ihm. Da ist dieses Gefühl wieder: Irgendjemand fliegt hier. Der Schwerkraft, so viel steht fest, hat David Schnell einiges entgegen zu setzen. (Tina Schulz)

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