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Martin Eder
Phantasma
Galerie EIGEN + ART Leipzig
10. April - 29. Mai 2021

Film & Edit: TABLEAU Films (Matthias Maercks)
Music by Martin Eder, „ENCHIRIDION“, „Music for Rituals“, 2017 MUDAM Vinyl



Martin Eders neue Ausstellung mit dem Titel „Phantasma" gestaltet sich frei aus dem altgriechischen Begriff für Traumbild, Gespenst und Trugbild.

Ein Phantasma beschreibt eine wahrnehmungsähnliche szenische Gegebenheit, eine Halluzination oder eine Sinnestäuschung, es entspringt der Kraft der Vorstellung des Unterbewussten, im Tag- und Nachttraum, in der Ekstase oder im Rausch. Der Künstler zieht den Titel für seine neue Werkschau aus der Inspiration seiner Studien über die Hypnose und Meditation sowie der Psychoanalyse Lacans.

In seinem Werk hinterfragt Martin Eder generell das Verhältnis unserer empfundenen Realität im Abgleich mit der Künstlichkeit kollektiver Vor- und Nachbilder. Die Fragen nach dem Umsturz der Realität, dem Kollaps des Konsens einer kollektiven Wahrnehmung beschäftigen den Künstler. Die Niederlage der Logik triumphiert in den neuen Bildern von Martin Eder über die psychische Repräsentation des Objektes oder der Situation in einer surrealen, über der Realität stehenden zweiten Wirklichkeit.

So stellt Martin Eder beispielsweise in seinem neuen Zyklus „Phantasma“ Kombinationen möglicher und unwirklicher Welten vor, deren Ursprung in den Tiefen seines Unterbewussten liegen. Ihre Einbettung in die symbolische Ordnung des Ederschen Kosmos aus intimen Räumen, bewohnt von Chimären, Schatten und Nachbildern lässt an Dantes infernale Szenarien denken. So zeigt Eder beispielsweise fast haarlose Sphinx Katzen, die sich mit Fledermausflügeln durch eine Welt aus Schatten und Dämmerung schier schwerelos zu bewegen scheinen. Seine Gespenster halten sich im stillen inneren Dialog hinter den Spiegeln des Wunderlandes Phantasma zurück, doch sind sie jederzeit zum Ausbruch und überraschenden Angriff bereit.

In der Übernatürlichkeit der neuen Malereien von Martin Eder trifft man auf mystische Szenen und Orte. Es entwickelt sich ein Faszinosum mit starker Anziehungskraft aus Irritation und teils verstörender Wirkung. Martin Eder eröffnet eine Welt der Mythologie des Alltags und dem Zustand räumlicher Desorientierung.

In feiner Ölmalerei gewährt uns Eder den Eintritt in den Hades der sinnlichen Sinnlosigkeit und dem allgegenwärtigen Verlangen nach Erklärung und Veranschaulichung der Welt. Eder ist fasziniert von dem Heilsversprechen, das an die Kunst gestellt wird. Sucht man in diesem Kosmos nach Antworten, so begegnet man einem stillen Gast – dem Unheimlichen.

Martin Eder führt uns in „Phantasma“ in eine halluzinatorische Traumwelt der blassen Körper, der Sinnverschiebungen, der Kopfgeburten und der monströsen Lust an der Malerei.

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„Bodies are sold, they are abused, they are twisted, they are reinvented, they are drained, they are dragged around, thrown into cavities and left alone, locked in wrong perceptions, full of attitudes and fears. The spiritual part of it is, that your actions can only be controlled by a very strong mind, which is your spirit.“

Martin Eder

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