Igor Hosnedl (geboren 1988) lebt und arbeitet in der Tschechischen Republik. Er studierte von 2007 bis 2013 an der Akademie der Bildenden Künste in Prag und wird seit 2019 von EIGEN + ART vertreten. Die Arbeiten rufen eindrucksvolle Bilder hervor mit einer kraftvollen Farbpalette. Es fügen sich postergroße Bilder mit floralen Mustern, weibliche Figuren und glänzenden Oberflächen, pastellfarbige Beistelltische mit trichterförmigen Vasen und Schnittblumen zu einem klinischen Gesamtkunstwerk im Ausstellungsraum. Bei näherer Betrachtung weisen die perfekten Flächen allerdings scharfe Einschnitte und Abtragungen auf. Igor Hosnedl beschäftigt sich mit dem Surrealen, auch wenn seine Kunstwerke emotional mehrdeutig sind und durch Variationen von Farbe und Linie von sinnlich und heiter bis hin zu leise und unheimlich schwanken. Jede erfundene Landschaft fühlt sich vage vertraut und doch gleichzeitig fremd an.
Mitunter erinnern die vielen Schichten des opaken Malstils an Stillleben der alten Meister, die ohne künstliches Licht arbeiteten. Dann wiederum wecken die oftmals gesichtslosen und wie in einem Vakuum befindlichen Figuren Assoziationen an die Pittura Metafisica eines Giorgio de Chirico und manch rätselhaft isolierter Gegenstand hat etwas von der Surrealistin Kay Sage. Malerei ist immer eine überaus persönliche Angelegenheit, was allerdings nicht nur die Künstler:innen betrifft. Je nach Gefühlslage kann auch jede:r Betrachter:in etwas sehr Individuelles für sich ausmachen. Schenkt man nun Hosnedls eigen(artiger) Malerei einen längeren Blick, sind alle Emotionen zwischen Verstören und Entzücken möglich! Unberührt wird sie einen auf keinen Fall lassen.
Igor Hosnedl hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, unter anderem in der Kunsthalle Bratislava (CZ), im Künstlerhaus Bethanien (Berlin), in der Nicodim Galerie (Bukarest), im X Museum (Peking), im Collectors Room (Hamburg), bei Hunt Kastner (Prag), in der Galerie NOD (Prag), in der Galerie Fait (Brno), in der Galerie Jelení (Prag), bei Downs & Ross (New York), in der Stiftung und im Zentrum für zeitgenössische Kunst in Prag sowie im Kunstraum PS120 (Berlin).